WIR HALTEN IHREN MENISKUS AM LEBEN

Chance für irreparable Meniskusrisse

Sie stehen vor der Entscheidung einer Meniskusoperation?

 

Wir erhalten ihren Meniskus, schneiden ihn nicht weg, sondern behandeln ihn und wrappen ihn ein….

Arthrose vermeiden

Das letzte Jahrzehnt hat teilweise radikale Veränderungen auf die Sichtweise der Behandlung von Meniskusverletzungen gebracht. Meniskusentfernungen war die primäre Behandlungsoption für jede Art von Meniskusriss in der Vergangenheit. Das Risiko nach einer Meniskusentfernung eine Arthrose zu entwickeln ist jedoch hoch. Wissenschaftliche Studien konnten die Bedeutung des Meniskus in Bezug auf Schockabsorber, Kniestabilität, Lastenverteilung, Schmierung, Propriozeption und neuromuskuläre Funktion nachweisen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse besteht allgemeine Einigkeit darüber, den Meniskus nach Möglichkeit unter den aktuell bestehenden OP- Möglichkeiten zu erhalten.

Die Hintergründe

Die besten Erfolgsaussichten nach Meniskusnaht haben junge Patienten mit einem vertikalen bzw. longitudinalen Riss in der rot-roten Zone (Zone A) und einem stabilen Kniegelenk bzw. gleichzeitiger Operation des vorderen Kreuzbandes. Um die Heilungschancen bei ungünstigeren Ausgangsbedingungen ( z.b. Rissbildungen in den schlecht durchbluteten Bereichen zu verbessern, wurden in der Vergangenheit verschiedene Techniken zur biologischen Augmentation (Unterstützung) einer Meniskusnaht entwickelt. Neuere Untersuchungen bestätigen, dass auch eine Gefässversorgung im Meniskusgewebe der weiss-roten Zone (Zone B ) als auch weiss-weissen Zone (Zone C ) vorhanden ist, die die Regenerationsfähigkeit bis zur kompletten Heilung des Meniskus ermöglichen in diesem Fall mit Unterstützung einer von extern eingebrachten Kollagenmembran-dem Meniskuswrapping mit Chondro-Gide.

Die Zonen der Durchblutung am Meniskus

Gute Ergebnisse in Zone A

Zone A: Trot-rote Zone: äußeres Drittel des Meniskus. Risse in dieser Zone weisen an beiden Rupturrändern durchblutetes Gewebe auf und zeigen im Allgemeinen eine gute Heilungspotenz.
Zone B:Rot-weiße Zone: mittleres Drittel des Meniskus. Nur der basisnahe Rupturanteil ist an das Gefäßsystem angeschlossen, so dass die Heilungschance in dieser Zone zumindest als kritisch angesehen werden muss.
Zone C: Weiß-weiße Zone: inneres Drittel des Meniskus. Risse in dieser Region sind abgeschlossen von der Blutversorgung und zeigen im Allgemeinen keine Heilung

„Repair meniscus whenever possible“

Wie man auf der Grafik links erkennen kann, ist der Meniskus nicht homogen durchblutet. Nur ca. 10-30% des basisnahen Meniskusgewebes sind beim Erwachsenen ausreichend durchblutet. Die Vaskularisierung (Gefässversorgung) des Meniskusgewebes stellt dabei einen kritischen Faktor für eine erfolgreiche Heilung dar. Die besten Heilungschancen bestehen, wenn sich der Meniskusriss in der rot-roten Zone befindet. Hier ist die Durchblutung durch die Arteria poplitea gegeben. Die weiss-weisse Zone hingegen weist keinerlei Vaskularisierung auf, Heilungschancen müssen als kritisch angesehen werden. Die Unterteilung in verschiedene Zonen, von gut durchblutet der Zone A bis zur Zone C (keine Durchblutung) hat sich für den Operateur am OP Tisch bewährt, denn so kann man den in Zone A befindlichen Meniskusriss mit einer Annäherung der Läsionsränder im Sinne einer einfachen Meniskusnaht versorgen.

Diese Meniskusrissformen eignen sich besonders für das „Wrapping“:

Meniskusradiärriss

Meniskushorizontalriss

Meniskuslappenriss

Meniskuskomplexriss

Meniskuskorbhenkelriss

Unsere Wrappingmembran Chondro-Gide

Da der Verlust des Meniskus langfristig gravierende Auswirkungen auf Kniefunktion und Lebensqualität von Patienten hat, ja sogar zur Kniearthrose führen kann, sind wir bestrebt, den Meniskus so weit wie möglich zu erhalten anstatt ihn zu entfernen. Das  Verfahren des Menisksuswrapping  ermöglicht den Erhalt des beschädigten und bisher irreparablen Meniskus, indem es seine Reparatur und den Heilungsprozess wirksam unterstützt. In einer anspruchsvollen arthroskopischen Operation wird nach Inspektion der Rissform der Meniskus geglättet, überstehende Lefzen entfernt. Nach Stabilisierung des Meniskus mit einer sog. „Circumferential-Naht“ erfolgt das Einbringen der Kollagenmembran Chondro-Gide und der Meniskus wird damit „ummantelt“, ja sozusagen „gewrappt“. Bei der Membran Chondro-Gide handelt es sich dabei um eine biokompatible und vollständig resorbierbare porcine Kollagenmembran. Sie bietet die schützende Hülle für die ersten  Reparaturstufen, die der menschliche Körper bildet. Das Kollagenflies fügt sich dabei irritationsfrei in die Architektur des Meniskuskörpers ein und kann von Zellen besiedelt werden. Die Architektur der Kollagenmembran bietet nach aussen Schutz und verhindert den Verlust von Zellen, während sich in der entstandenen biologischen Kammer Zellen anheften und vermehren können und somit die Heilung auch nach dem Abbau der Membran  ermöglichen.

Kollagenmembran Chondro-Gide

Wir danken der Fa.Geistlich für die Bereitstellung des Bildmaterials

Das Meniskuswrapping

Chance für nicht reparable Meniskusrisse

Meniskusrisse sind in allen Altersklassen häufige Verletzungen und decken eine breite Untergruppe von Läsionen ab. Meniskusrisse in der schlecht durchbluteten (avaskulären) Zone besitzen aufgrund der fehlenden Vaskularisierung (Gefässversorgung) ein schlechtes Heilungspotential. Der Erhalt des Meniskusgewebes ist jedoch entscheidend, um früh einsetzende arthrotische Veränderungen im Kniegelenk zu vermeiden. Entfernungen oder Teilentfernungen des Meniskus werden daher nach Möglichkeit weitgehend durch Meniskusreparaturstrategien ersetzt. Ein Beispiel für eine Gewebeannäherung ist die Meniskusnaht bei simplen Rissbildungen in der gut durchblutenden (vaskularisierten) Zone. Jedoch was passiert bei mehr komplexen Rissbildungen , z.b. in der schlecht durchblutenden Zone des Meniskus? Bis zum heutigen Tag ist oft die Teilentfernung die primäre Option im Tagesgeschäft des Arthroskopeurs bei deg.Meniskusrissen, komplexen Rissen und Rissbildungen in der avaskulären Zone. Diesem Zustand wird das Verfahren des Meniskuswrapping gerecht

Meniskuswrapping
  • Rein arthroskopisches Verfahren zur Behandlung komplexer Meniskusläsionen, die v.a. auch nicht-vaskularisierte (nicht- durchblutete) Teile des Meniskus betreffen

  • kurze postoperative Nachbehandlung ohne Orthesenversorgung

  • Vermeidung einer frühzeitigen Entwicklung einer Kniegelenksarthrose

  • Bessere Einheilung von Meniskusrissen der Zone A, also Risse in der rot-roten Zone (gute Gefässversorgung)

Die Op-Schritte

Dr.Volker Fass

Ihr Operateur und Leiter der Studie

Der Orthopäde und Sportmediziner Dr.Volker Fass widmet sich seit Jahren der erhaltenden Meniskuschirurgie. Insbesondere bei Kreuzbandoperationen ist die gewebekonservierende Versorgung des Meniskusrisses erste Option. Nach einer Hospitation bei dem Entwickler dieser Methode, bei Dr.Piontek in Posen, konnte er sich von den Vorteile der neuen Operationsmethode des „Meniskuswrapping“ auch bei  Meniskusrissen, die sonst einer Teilentfernung zugeführt worden wären, überzeugen. Im Rahmen einer Studie zusammen mit der Fa. Geistlich kann er diese Operationen nun auch in der Fontana-Klinik, mit entsprechender Erfahrung, apparativ-technischer Ausstattung und „Know how “ anbieten.

Fragen & Antworten

Nein, es kommen keine Kosten auf sie zu

Für 14 Tage ist Teilbelastung vorgesehen, dann ist Vollbelastung und freie Bewegung des Kniegelenkes möglich

Nein, eine Schienenversorgung ist nicht notwenig

Ja, eine Gelenkeröffnung ist nicht notwendig

Da die Ergebnisse in einer Studie erfasst werden, ergeben sich neben der Eingangsuntersuchung (vor Operation) noch weitere 3 Kontrollen nach 6,-12,-und 24 Monaten. Diese werden aber nur im Rahmen einer schriftlichen Befragung durchgeführt

Nein, die Operation ist minimal invasiv im Rahmen einer Gelenkspiegelung

Nein, bisher sind keine allergische Reaktionen bekannt. Das Kollagenmembran Chondro-Gide wird seit Jahren auch in der Knorpelchirurgie eingesetzt

Die Chancen auf Heilung sind sehr gut! Eine in 2020 veröffentlichte Studie von Dr.Piontek konnte die Wirksamkeit der Methode nachweisen. Bei über 90% der untersuchten Patienten befand sich der reparierte Meniskus nach 5 Jahren in einem sehr guten Zustand, dies konnte kernspintomographisch nachgewiesen werden. Besonders interessant ist die Feststellung, dass nach dem Meniskus- Wrapping keine Knorpelschäden entstanden sind, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit entwickelt hätten, wenn der Meniskus nicht repariert, bzw. reseziert worden wäre.

Ja, das ist wünschenswert und wird empfohlen, da der Meniskuserhalt neben der Kreuzbandplastik die Kniegelenksstabilität garantiert

Insgesamt ca. 45 Minuten bei alleiniger Durchführung des Wrappings

Haben wir ihr Interesse geweckt ?

Anschrift und Kontakt

Fontana Klinik an den Thermen für orthopädische Chirurgie GmbH

An den Heilquellen 8
79111 Freiburg

Telefon: +49(0)761 767888-0
Telefax: +49(0)761 767888-1

eMail:info@fontana-klinik.com

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Teile den Beitrag!