Schultereckgelenk (AC-Gelenk)

Schultereckgelenk

Wenn durch die Verletzung das Schultereckgelenk instabil wird, resultieren dauerhaft Beschwerden. Für eine optimale Behandlung ist die frühzeitige Diagnose von entscheidender Bedeutung.Der Verletzte hat in der Regel Schmerzen, die besonders bei Bewegungen des Armes verstärkt werden sowie beim Liegen auftreten. Neben einer umschriebenen Schwellung in der Schulterregion ist gegebenenfalls ein so genannter Hochstand des äußeren Endes des Schlüsselbeins durch die Haut zu erkennen.

Zur Diagnosestellung gehört neben der Erörterung des Unfallmechanismus eine genaue ärztliche Untersuchung der Schulter. Zusätzlich ist meist eine Röntgenuntersuchung erforderlich, um einen eventuellen Knochenbruch auszuschließen.

Eine exakte Aussage über den Schweregrad der Bandverletzung (Tossy I-III bzw. Rockwood I-IV) erhält man durch so genannte Belastungsaufnahmen der unverletzten und der verletzten Schulter im Seitenvergleich. Das Ausmaß des Hochstandes des Schlüsselbeins unter Zugbelastung ist ein direktes Maß für den Schweregrad der Verletzung. Alternativ kann durch Ultraschall die Instabilität des verletzten Gelenks überprüft werden oder durch eine Kernspin Untersuchung (MRT) die verletzten Bandstrukturen identifiziert werden.

Bei leichteren Verletzungen des Schultereckgelenks (Schweregrade I und II) sind die Kapsel-Band Strukturen lediglich überdehnt bzw. leicht angerissen. Dem zufolge besteht eine nur allenfalls leichte Gelenkinstabilität. Solche Verletzungen sollten unbedingt konservativ, d.h. ohne Operation behandelt werden.

Operationstechnik: Schultereckgelenk Verletzung

Ziel der Operation ist die präzise anatomische Wiederherstellung des verletzten, instabilen Schultereckgelenks. Das Prinzip der Operation beruht darauf, dass die verschobenen Gelenkanteile zunächst eingerichtet werden. Danach muss das Gelenk vorübergehend fixiert werden, damit die gerissenen Kapselbandstrukturen heilen und ihre stabilisierende Funktion übernehmen können.

Heute sind Schulterspezialisten in der Lage eine Stabilisierungs-Operation des Schultereckgelenks minimal-invasiv, d.h. per Arthroskopie durchzuführen. Hierzu sind lediglich vier ca. drei mm kleine Zugänge erforderlich über die eine Optik mit Minikamera sowie feinste OP-Instrumente eingebracht werden.

Die eigentliche Stabilisierung des Gelenks erfolgt mittels zweier arthroskopisch eingebrachter Fadensysteme die mit kleinen Titanplättchen fixiert werden (z.B. Tight Rope; Fa. Arthrex). Auch hierbei ist wichtig, dass der Eingriff innerhalb der ersten zwei Wochen (Akutphase) nach einer Verletzung erfolgt. Es ist also wichtig, unmittelbar nach der Verletzung eine schnelle und genaue Diagnostik durchzuführen, damit diese äußerst effektive Methode zum Einsatz kommen kann.

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